Bild 75 Jugendgruppen gestalten den Landkreis Bautzen – Erfolgreiche 48-Stunden-Aktion feiert 20-jähriges Jubiläum

75 Jugendgruppen gestalten den Landkreis Bautzen – Erfolgreiche 48-Stunden-Aktion feiert 20-jähriges Jubiläum

Landkreis Bautzen, 02. Juni 2026 – Mit beeindruckendem Engagement, kreativen Ideen und viel Tatkraft haben sich vom 29. bis 31. Mai insgesamt 75 Jugendgruppen an der diesjährigen 48-Stunden-Aktion im Landkreis Bautzen beteiligt. Im Jubiläumsjahr der Aktion setzten junge Menschen erneut ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und die aktive Mitgestaltung ihrer Heimat. Seit mittlerweile 20 Jahren engagieren sich Kinder und Jugendliche im Rahmen der 48-Stunden-Aktion für ihre Gemeinden, Vereine und Nachbarschaften. Auch in diesem Jahr entstanden innerhalb von nur 48 Stunden zahlreiche Projekte, die das Leben vor Ort nachhaltig bereichern.

„Passend zum Jubiläumsjahr waren im Oberland gleich 20 Jugendgruppen aktiv. Da wurden Feuerwehrhäuser gestrichen oder Bahnen für Wettkämpfe gebaut, gepflanzt, gerecht und gemalt, Schmierereien entfernt oder Wanderwege auf Vordermann gebracht“, berichtet Julia Wnetrzak vom Team der Mobilen Jugendarbeit des Valtenbergwichtel e.V. aus Neukirch. Besondere Höhepunkte erlebte die Region Oberland in der Gemeinde Sohland an der Spree, wo sich sieben Vereine für ein gemeinsames Projekt zusammenschlossen. Für emotionale Momente sorgte zudem die Jugendfeuerwehr Obergurig, die seit Beginn der Aktion regelmäßig teilnimmt und zum Jubiläum das erste Aktionsshirt sowie den Pokal aus dem Jahr 2006 präsentierte. „Toll, wenn man da als Regionalbüro mit in Erinnerungen schwelgen kann, weil man damals auch schon dabei war! Und auch 20 Jahre später sind es noch die schönsten Arbeitstage im Jahr“, so Wnetrzak weiter.

Auch in und um Bautzen wurden zahlreiche Projekte umgesetzt. Konstantin Hartzsch vom Team der Mobilen Jugendarbeit des Steinhaus e.V. hebt die Vielfalt der Aktivitäten hervor:

„Im Rahmen der diesjährigen 48h-Aktion führte der Jugendclub Steinhaus eine Müllsamme-laktion entlang des Bautzener Stadtwalls durch. Besonders motivierend war für die Jugendlichen die positive Resonanz von Passantinnen und Passanten, die ihre Anerkennung ausdrückten und sich ausdrücklich für den Einsatz bedankten.“ Die Jugendlichen des Mehrgenerationenhauses Gesundbrunnen fertigten aus Paletten neue Sitzgelegenheiten und Tische an. Im Zuseum wurden zeitgleich drei wissenschaftlich-technische Bildungsprojekte realisiert: Jugendliche arbeiteten am 3D-Druck von Robotern für den RoboCup, bauten Experimente für die Miniphänomenta und konstruierten Seifenkisten für Jugendfeuerwehren.

Weitere Projekte reichten von der Verschönerung des Außengeländes des Tierheims Bloaschütz durch die Jugendfeuerwehr Salzenforst bis zur Pflanzung von Kirschbäumen und dem Bau von Hochbeeten bei der AWO Bautzen durch die Jugendfeuerwehr Stiebitz. Für Hartzsch steht fest: „Die 48-Stunden-Aktion macht sichtbar, was junge Menschen in unserer Region leisten – und das nicht nur an diesem Wochenende, sondern das ganze Jahr über. Mit viel Engagement und Kreativität übernehmen sie Verantwortung für ihre Stadt und ihre Mitmenschen. Für dieses beeindruckende Engagement möchte ich allen Beteiligten herzlich danken.“

Im ländlichen Raum des Bautzener Nordostens standen ebenfalls zahlreiche Projekte im Zeichen von Gemeinschaft und Verantwortung. Die 8. Klasse der Freien Schule Weißenberg arbeitete an der Lehmfassade der Alten Kirchschule, während Schülerinnen und Schüler der Oberschule Malschwitz gemeinsam mit Bürgermeister Seidel Verkehrszeichen von Aufklebern befreiten und damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisteten. Die Jugendfeuerwehr Preititz-Kleinbautzen-Purschwitz gestaltete an der Feuerwache in Klein-bautzen einen neuen Rastplatz für Radfahrer und Gäste der Heide- und Teichlandschaft. Die Jugendfeuerwehr Guttau errichtete ein Schutzdach für das Schwarze Brett der Kita und pflegte Wege zwischen den Teichen. In Milkel verlieh die Jugendfeuerwehr einer durch Vandalismus beschädigten Bushaltestelle mit Farbe und handwerklichem Geschick ein neues Erscheinungsbild. Auch der Jugendclub Radibor engagierte sich für das Gemeindeleben. Neben der erfolgreichen Umsetzung des traditionellen Maibaumwerfens wurden weitere Veranstaltungen und Projekte für die kommenden Monate vorbereitet. Sophia Delan vom Steinhaus e.V. zieht ein positives Fazit: „Es begeistert mich jedes Jahr aufs Neue, mit wie viel Herzblut sich junge Menschen im Rahmen der 48-Stunden-Aktion engagieren. Einige Gruppen begleiten die Aktion bereits seit ihren Anfängen vor fast 20 Jahren. Dieses beständige Engagement zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Gemeinschaft, Zusammenhalt und Mitgestaltung für die junge Generation im Landkreis Bautzen sind.“

Auch im Regionalgebiet Hoyerswerda gab es anlässlich des Jubiläumsjahres zahlreiche Gründe zum Feiern. Silvio Thieme von der RAA Sachsen e.V. berichtet von der Rückkehr der Gruppen aus Hermsdorf/Weißig und Sabrodt, die nach einer kurzen Pause wieder an der Aktion teilnahmen und für große Freude sorgten. Die Jugendfeuerwehr Burg/Spreetal feierte ihre fünfte Teilnahme und erhielt dafür die Auszeichnung „Goldene Schubkarre“. Ein besonderes Jubiläum erreichte die Jugendfeuerwehr Friedersdorf, die bereits zum zehnten Mal in Folge an der 48-Stuinden-Aktion teilnahm. „Zehn Jahre voller Tatendrang, Verlässlichkeit und Engagement für das Gemeinwesen. Zehn Jahre, in denen die Jugendlichen immer wieder gezeigt haben, wie viel man gemeinsam bewegen kann“, würdigt Thieme die Leistung der Gruppe. Auch der KJT 77 aus Lauta nähert sich mit sieben Teilnahmen bereits den nächsten Jubiläumsmarken. Insgesamt zeigte sich Thieme beeindruckt von der Begeisterung, Kreativität und Einsatzbereitschaft der Teilnehmenden: „Danke für euren Einsatz, eure Ideen, eure Zeit und eure Begeisterung. Es ist eine Freude, euch begleiten zu dürfen. Ich freue mich auf die nächsten zehn Jahre mit euch allen.“

Die diesjährige 48h-Aktion hat einmal mehr bewiesen: Junge Menschen übernehmen Verantwortung, gestalten ihre Heimat aktiv mit und setzen starke Zeichen für Zusammenhalt, Gemeinschaft und gesellschaftliches Engagement. Mit 75 teilnehmenden Gruppen war das Jubiläumsjahr ein voller Erfolg und ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie lebendig und engagiert die Jugendarbeit im Landkreis Bautzen ist.

Mehr Informationen gibt es unter: www.48h-bautzen.de