Jugend- und Familienarbeit wirkt inklusiv
Die Steuerungsgruppe der Kampagne „Jugend- und Familienarbeit WIRKT“ hat sich vor Kurzem mit David Gratzl, Projektleiter des von Aktion Mensch geförderten Projektes „Bischofswerda Inklusiv“ vom Regenbogen e.V., zu einem gemeinsamen Austausch getroffen. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Inklusion in der Jugend- und Familienarbeit konkret bedeutet und wie Angebote und Strukturen so gestaltet werden können, dass wirklich alle Kinder, Jugendlichen und Familien teilhaben können. Dabei wurde deutlich: Inklusion ist weit mehr als die Beseitigung von Barrieren. Sie bedeutet, Verschiedenheit selbstverständlich mitzudenken, Beteiligung zu ermöglichen und jedem Menschen die Chance zu geben, mit seinen individuellen Stärken und Bedürfnissen dazuzugehören.
Im gemeinsamen Gespräch wurden zahlreiche Schnittmengen und Anknüpfungspunkte sichtbar. Es geht darum, Menschen zu stärken, Teilhabe zu ermöglichen und Strukturen vor Ort gemeinsam weiterzuentwickeln. Gerade die Jugend- und Familienarbeit kann dabei eine wichtige Brücke sein: Sie schafft Begegnungsräume, baut Vorurteile ab, fördert Selbstwirksamkeit und ermöglicht jungen Menschen und Familien, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie bestehende Erfahrungen und Kompetenzen zusammengeführt und zukünftige Kooperationen gestaltet werden können. Der Austausch hat gezeigt, wie wertvoll es ist, Perspektiven miteinander zu verbinden und voneinander zu lernen. Denn inklusive Jugend- und Familienarbeit ist eine zentrale Voraussetzung für eine Gesellschaft, in der alle dazugehören und mitgestalten können. Sie schafft nicht nur mehr Teilhabe für einzelne Menschen, sondern stärkt das Miteinander insgesamt. Deshalb braucht es engagierte Fachkräfte, gute Netzwerke und Kooperationen über einzelne Projekte und Arbeitsfelder hinaus.
Der Austausch zwischen „Jugend- und Familienarbeit WIRKT“ und „Bischofswerda Inklusiv“ ist dafür ein wichtiger Schritt: Gemeinsam kann daran gearbeitet werden, dass Inklusion nicht nur ein Anspruch bleibt, sondern im Alltag von Kindern, Jugendlichen und Familien tatsächlich erlebbar wird.
Infos unter: https://regenbogen-biw.de/bischofswerda-inklusiv/
*Foto: David Gratzl
