Bild Warum die Schulsozialarbeit unbedingt erhalten bleiben muss

Warum die Schulsozialarbeit unbedingt erhalten bleiben muss

„Die Schulsozialarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil an unserer Schule und muss dauerhaft und vor allem in dem Umfang erhalten bleiben. Gerade an einer Oberschule mit vielen Schülerinnen und Schülern, die mit sozialen, familiären, emotionalen oder schulischen Belastungen konfrontiert sind, bietet sie Unterstützung, die durch den regulären Unterricht allein nicht geleistet werden kann. Sie übernimmt wichtige Beratungs- und Vermittlungsaufgaben, begleitet Gespräche mit Eltern und unterstützt bei der Zusammenarbeit mit Jugendhilfe, Beratungsstellen und weiteren Institutionen.

Unsere Schulsozialarbeiterin schafft niedrigschwellige Hilfsangebote, stärkt Schüler in ihrer persönlichen Entwicklung und unterstützt sie dabei, Konflikte konstruktiv zu lösen, Krisen zu bewältigen und Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln. Sie trägt dazu bei, Schulabbrüche zu vermeiden, Fehlzeiten zu reduzieren und die Integration/Inklusion benachteiligter Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Die gesellschaftlichen und familiären Belastungen vieler Kinder und Jugendlicher haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Umso wichtiger ist eine verlässliche Ansprechperson neben den Lehrkräften vor Ort, die Vertrauen aufbaut, individuelle Unterstützung bietet und präventiv wirkt. Der Wegfall der Schulsozialarbeit würde eine erhebliche Lücke im Unterstützungsnetz der Schülerinnen und Schüler hinterlassen und die Schule vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

Der Erhalt der Schulsozialarbeit ist deshalb nicht nur eine Investition in das Wohlbefinden einzelner Kinder und Jugendlicher, sondern in den Bildungserfolg, das soziale Miteinander und die Zukunftsfähigkeit unserer gesamten Schulgemeinschaft.“

Silvana Wendt, Schulleiterin Ernst-Rietschel-Oberschule Pulsnitz